Weiterentwicklung -

Wenn alte Umstände und Beziehungen plötzlich nicht mehr passen

Der Alltag ist geprägt von einem Prozess ständiger Veränderungen und diese Veränderungen fordern auf, auch im Leben zu verändern, um sich so weiterentwickeln zu können. Sich weiter zu entwickeln bedeutet manchmal auch Altes loszulassen, um so Platz für Neues im Leben zu schaffen, damit man seinem Glück, seinem vollkommenen Selbstausdruck immer näher kommt. Es muss nicht immer in allen Bereichen etwas verändert werden, wichtig ist es zu erkennen, in welchem Part des Lebens eine neue Richtung eingeschlagen werden sollte. Unzufriedenheit ist hier immer ein wichtiger Wegweiser und zeigt deutlich, dass etwas Überlebtes abgelöst werden will. Wer die Zeit verpasst, selbst diese Veränderungen in die Wege zu leiten, der wird oft durch äußere Umstände dazu gezwungen. Beruflich wird man durch das Thema Arbeitslosigkeit, die meist unverschuldet auftritt, mit einem Muss zur Veränderung konfrontiert. Wer selbst stets darauf achtet, ob in seinem Berufsleben noch alles stimmig ist oder es an der Zeit ist, seine Position zu wechseln, der kann das Ruder selbst rechtszeitig in die Hand nehmen, um die nötigen Veränderungen zu veranlassen. Beim Thema Gesundheit wird spätestens dann Veränderung aktuell, wenn aus Befindlichkeitsstörungen Symptome werden, die das alltägliche Leben immer stärker beeinflussen und die Energie so einschränken, dass es sich durch alle Lebensbereiche zieht. Wer erst zu spät anfängt hier auf seinen Körper zu hören, der muss sich dann oft eine längere Auszeit nehmen und wird so in die Veränderung gezwungen. Auch Beziehungen erfordern von Zeit zu Zeit einen Richtungswechsel, um weiter bestehen zu können, denn gerade wenn eine Partnerschaft schon in jungen Jahren, vor dem 25. Lebensjahr geschlossen wurde, ist die Gefahr groß, dass beide Partner sich noch mal in eine andere Richtung entwickeln. Es gilt dann zu prüfen, ob die gemeinsame Basis, auf der die Beziehung einmal entstanden ist, noch besteht, denn diese Basis bildete einst das Fundament für alles und ein tragfähiges Fundament ist auch entscheidend für ein weiteres gemeinsames Leben. Wenn eine Beziehung nur noch weiter bestehen kann, indem sich der eine dem anderen ständig anpasst, so entsteht ein Ungleichgewicht, das wiederum zu Unzufriedenheit führt, die zu einem belastenden Faktor wird. In einer Beziehung ist es wichtig, dass stets beide Partner auch sich selbst leben können, denn unterdrückte Persönlichkeitsanteile führen früher oder später zu psychischen Erkrankungen und körperlichen Symptomen. Freundschaften können in einer schnelllebigen Zeit ebenso zeitlich begrenzt sein, wenn der Grund, aus dem die Freundschaft heraus einmal entstand, nicht mehr aktuell ist. Die Frage, die sich dann stellt, ist, ob etwas vorhanden ist, auf dem sich weiter aufbauen lässt. Hat sich eine Freundschaft über einen weiteren Grund hinaus im Laufe der Zeit weiterentwickelt, so kann sich diese so gefestigt haben und übersteht damit auch Krisen. Krisen können auftreten, wenn von der einen Seite her zeitliche Beschränkungen gemacht werden müssen, weil es im beruflichen oder privaten Bereich eine Veränderung gegeben hat. Wenn ein neuer Job angetreten wird oder eine Familie sich durch Kinder vergrößert, dann müssen zeitlich andere Prioritäten gesetzt werden und darunter kann eine Freundschaft leiden. Dass das Interesse nur noch von einer Seite her besteht, merkt man oft daran, dass Besuche oder Telefonate dann auch fast ausschließlich von dieser einen Seite her initiiert werden. In solchen Situationen gilt es zu überlegen, ob es nicht an der Zeit ist, aus einer Freundschaft eine Bekanntschaft werden zu lassen oder auch sich im Guten ganz voneinander zu lösen. Es kann auch zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Umstände wieder besser passen, einen Neuanfang geben, sollte das Interesse von beiden Seiten wieder aufkommen. Alles im Leben hat seine Zeit und wichtig ist es zu erkennen, wann die Zeit für Veränderungen gekommen ist, um rechtzeitig darauf reagieren zu können, bevor man von äußeren Umständen dazu gezwungen wird. Bei allen Veränderungen sollten aber Gewohnheiten gepflegt werden, die einem gut tun und die vielleicht auch schon von Kindheit an praktiziert werden, um so an seinen Ursprung erinnert zu werden und an seinen Wurzeln festzuhalten zu können, denn diese Gewohnheiten geben Sicherheit. Die Rückbesinnung an seine Wurzeln bedeutet die Erinnerung an die Kindheit und das Elternhaus, wo im Idealfall zur rechten Zeit wichtige Ablöseprozesse stattgefunden haben, damit Kinder und auch Eltern sich weiterentwickeln konnten.


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